Die Bank von Albanien beruft den Zahlungsausschuss ein: SEPA und „TIPS-Klon“ verändern den Markt
Die technologische Transformation der albanischen Wirtschaft und die Integration der Zahlungssysteme in europäische Standards standen im Mittelpunkt der 11. Jahrestagung des Nationalen Zahlungsverkehrsausschusses (NPSC), die heute in der Bank von Albanien stattfand.
Unter der Leitung der Ersten Stellvertretenden Gouverneurin, Luljeta Minxhozi, kamen Vertreter des Finanzministeriums, der Weltbank, des Bankensektors und von Finanzinstitutionen zusammen, um die Zukunft von Geld und Transaktionen in Albanien zu erörtern.
In ihren einleitenden Worten bezeichnete Stellvertretende Gouverneurin Minxhozi die Einführung von SEPA-Transaktionen (seit dem 7. Oktober) als einen der größten strukturellen Erfolge des albanischen Finanzsystems.
„Der SEPA-Beitritt bringt Bürgern und Unternehmen direkte Vorteile: Zahlungen in Euro nach EU-Standard, Geschwindigkeit, niedrige Kosten und erhöhte Transparenz“, betonte Minxhozi und fügte hinzu, dass dies die Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors durch fortschrittliche Technologien steigere.
Neben SEPA hat die Bank von Albanien die nationalen Infrastrukturen (AIPS und AECH) durch die Implementierung des internationalen ISO-20020-Standards modernisiert. Diese regulatorischen Änderungen zielen darauf ab, elektronische Zahlungen zu fördern und die Kosten für die Öffentlichkeit zu senken.
Open Banking und TIPS Clone
Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Modernisierung durch „Open Banking“, ein neues Modell, das derzeit von zwei lizenzierten Instituten implementiert wird. Dieses System ermöglicht es Privatpersonen, über Drittanbieter auf ihre Konten zuzugreifen und Zahlungen zu tätigen und bricht damit das traditionelle Bankenmonopol.
Minxhozi stellte außerdem das strategische Projekt „TIPS Clone“ vor. Ziel dieses Projekts ist die Schaffung einer nationalen Plattform für Sofortzahlungen, die vollständig den europäischen Standards entspricht und als zentrale Säule der Initiative „Bargeldloses Albanien“ dient.
Der Kampf für Bargeld in einer modernen Wirtschaft
Der anwesende stellvertretende Finanzminister Endrit Yzeiraj bekräftigte die volle Unterstützung der Regierung für diese Initiativen. Er bezeichnete das Projekt „Bargeldloses Albanien“ als tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Wandel.
„Diese Initiative trägt zur Formalisierung und zum verbesserten Zugang zu Finanzdienstleistungen bei. Unsere Maßnahmen, wie die Senkung des Limits für Barzahlungen zwischen Unternehmen, zielen auf die Modernisierung der Wirtschaft ab“, sagte Yzeiraj und lobte die Arbeit der Bank von Albanien zur Förderung digitaler Innovationen.
Im Anschluss an die Präsentationen wurden technische Aspekte der Umsetzung neuer Projekte vorgestellt und erfolgreiche europäische Erfahrungen im Bereich digitaler Zahlungen ausgetauscht.
